Caroline Link eröffnet die Internationalen Hofer Filmtage 2008


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3. Oktober 2008

Vom 21. bis 26. Oktober 2008 steht Hof wieder im Fokus der Filmbranche und im Zentrum eines filmbegeisterten Publikums. Zum 42. Mal ist Hof Treffpunkt und Kommunikationsort für Regisseure, Darsteller, Produzenten und Presse.

Das Familienmelodram DER ARCHITEKT ist der erste Spielfilm der Schauspielerin Ina Weisse und zeigt Josef Bierbichler in einer ganz anderen Rolle, als rationalen Architekten, dessen Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird. In weiteren Rollen sind Matthias Schweighöfer, Sandra Hüller und Sophie Rois zu sehen.

Michael Klier präsentiert seinem neuen Film ALTER UND SCHÖNHEIT mit Peter Lohmeyer und Henry Hübchen, Christian Petzold JERICHOW und Hans Christoph Blumenberg WARTEN AUF ANGELINA, bei dem zwei junge Männer tagelang auf einer Dachterrasse ausharren, nur um einen Blick auf das berühmteste Ehepaar der Welt zu erhaschen.

Seine zweite Regiearbeit nach dem viel beachteten Debüt “Ping Pong” bringt Matthias Luthardt mit DER TAG, AN DEM ICH MEINEN TOTEN MANN TRAF nach Hof. Franziska Petri spielt darin Helene, die als einzige glaubt, dass ihr vermisster Mann noch am Leben ist. Eines Tages trifft sie ihn zufällig wieder, aber ist er es auch wirklich?

Von den “jungen-alten” Rebellen kommen in diesem Jahr Klaus Lemke und Werner Schroeter mit neuen Filmen nach in Hof: Lemke mit einem 50-Euro-Film, DANCING WITH DEVILS, und Schroeter, der mit dem Spezial Preis der Jury für sein Lebenswerk in Venedig bedacht wurde, zeigt LA NUIT DE CHIEN.

Im internationalen Programm sind unter neuen Produktionen auch alte Freunde der Filmtage vertreten: Der Schweizer Christoph Schaub kommt mit A HAPPY NEW YEAR, ein Film über Menschen, die zwischen Jahresbilanz und Feier-Zwang unter dem Himmel Zürichs die Chance nutzen, ihr Leben neu anzupacken. Vincent Ward aus Neuseeland, seit 1984 immer wieder Gast in Hof, präsentiert RAIN OF THE CHILDREN; anknüpfend an eine frühere Dokumentation spürt der Film mit dokumentarischen und fiktiven Elementen der Lebensgeschichte von Puhi nach, einer außergewöhnlichen Frau. Um Fliegen als Traum, Job und Schicksal geht es dem Österreicher Herbert Brödl in seinem Film FLIEGER, eine Dokumentation über die Versorgungspiloten in Amazonien, einem der unzugänglichsten Landstriche unserer Erde.

Frankreich bildet in diesem Jahr mit acht Filmen einen besonderen Schwerpunkt: Olivier Assayas kommt mit seinem neuen Film L’HEURE D’ÉTÉ mit Juliette Binoche, Charles Berling und Jeremie Renier in den Hauptrollen. Mit RUMBA erzählt das Regie-Trio Dominique Abel, Fiona Gordon und Bruno Romy humorvoll von zwei Menschen, die lernen mit dem Unglück, das ihnen ständig widerfährt umzugehen. Um Liebe geht es in LA NUIT DES INDIENS von Georges Zsiga. Drei einsame Menschen streifen durchs nächtliche Paris und treffen Diebe, Prostituierte und andere lichtscheue Bewohner dieser multikulturellen Stadt. Der Independent-Regisseur Zsiga ist gleich mit einem weiteren Film vertreten: In KIAÏ kommen zwei Pariser Gigolos unverhofft an die Beute eines Überfalls. Um sich den Weg in die Freiheit zu sichern, nehmen sie ausgerechnet ein Junkie-Mädchen als Geisel keine besonders gute Idee, wie sich herausstellt. Um Freundschaft und Immigration geht es in Alain Gomis’ Film ANDALUCIA.

Die Retrospektive ist in diesem Jahr der US-Regisseurin Allison Anders gewidmet, die 1992 mit ihrem Film GAS, FOOD LODGING bekannt wurde. Mit Quentin Tarantino, Robert Rodriguez und Alexandre Rockwell drehte sie den Kompilationsfilm FOUR ROOMS, arbeitete im Team von Wim Wenders bei “Paris Texas” und gehörte für vier Folgen zum Regie-Team der US-Serie “Sex in the City”. Sie ist eine der wenigen erfolgreichen, unabhängigen Regisseurinnen in Amerika. Allison Anders wird eine Auswahl ihrer Filme, darunter MI VIDA LOCA, SUGAR TOWN, IN THE ECHO und THINGS BEHIND THE SUN persönlich in Hof begleiten.

Weitere Informationen unter www.hofer-filmtage.de.

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